Aber das wisst ihr ja schon! Ich sag‘s trotzdem noch einmal. Sicherheitshalber. Fotopraxis ist ein ganz wichtiges Moment im „fort-schreiten“, denn nur Praxis, Praxis, Praxis könnt ihr eure fotografischen Fähigkeiten sichern und ausbauen. Und letzteres auch immer weiter. Die Erfahrungen und Erkenntnisse beim „Machen“ sind jedes Mal wieder (ein wenig) neu und anders, Weiter-Entwicklung kann es in jeder Lebenslage geben. – Beim Fotografieren gilt tatsächlich: viel hilft viel. Deswegen sucht und gönnt euch ganz viel Praxis.

Ein Teilnehmer war tatsächlich zwei Mal in meinem Fotokurse für Anfänger – im Abstand von einem Jahr. Er hatte nach dem ersten Kurs einfach nicht mehr fotografiert … und alle Zusammenhänge und Techniken wieder so ziemlich vergessen. Das ist ein „extremer“ Fall, ja. Aber tatsächlich kann das Wissen um die Zusammenhänge von Blende, Zeit und Empfindlichkeit bei Nichtanwendung wieder verloren gehen. Und natürlich können wir auch wieder vergessen, welches Einstellrad an der Kamera wann zu drehen ist und welcher Button was tut … Deswegen rate ich immer wieder dazu, die Kamera möglichst oft herauszuholen und am besten auch mal extra zum Fotografieren loszugehen. Einfach immer ein wenig dranzubleiben und zu üben. Denn das stimmt schon: je mehr Praxis ihr euch gönnt, desto mehr wachst ihr. Eure Fähigkeiten, Motive zu sehen, Licht und Kameraeinstellungen einschätzen zu können, werden größer. Je mehr Fotopraxis ihr habt, desto mehr Routine und Sicherheit bekommt ihr, wo es um die Bedienung der Kamera geht … aber z.B. auch im Umgang mit Menschen vor eurer Kamera. Und mit viel Praxis wächst vor allem auch euer Repertoire an Gestaltungsmöglichkeiten … und eure Fähigkeit, mit allem zusammen kreativ zu werden und eindrucksvolle Fotos zu machen.

Gönnt euch mehr Fotopraxis, denn viel hilft viel 🙂

Und wo soll die Praxis, Praxis, Praxis herkommen? Nun ja, ihr werdet jede*r eure Lieblingsecken haben. Reisen, Pferde, Kinder, Häuser, Sportveranstaltungen … Fotografiert davon mehr. Wann immer sich Gelegenheiten finden (oder machen) lassen: seid dabei mit eurer Kamera und fotografiert viel. Schaut euch eure Bilder zwischendurch an … und korrigiert/ändert Belichtungseinstellungen, Bildwinkel, Perspektive, Fokus etc. bis ihr ein „besseres“ Foto habt.

„Spezielle“ Foto-Workshops zu besuchen, ist natürlich auch immer eine gute Idee. In der Fotoschule Hannover habe ich (na klar, genau dafür) Workshops zu ganz unterschiedlichen Themen (Nachtfotografie, Landschafts- und Naturfotografie, Tierfotografie, Bildgestaltung …). Da könnt ihr euch jeweils vertiefen und ihr bekommt auch schon einmal richtig gute Fotos zum jeweiligen Thema. Vorbereitet, angeleitet und gecoacht. Foto-Workshops zu besonderen Themen und Gelegenheiten mitzumachen, ist auch sicher besser, als Videos anzuschauen. Und das „verkürzt“ sehr die Wege beim „Fortschreiten“ 🙂 Wenn ihr also auf tolle Natur- und Landschaftsfotos aus bist, geht mit auf den Fotospaziergang Herrenhäuser Gärten oder buche z.B. die Landschaftsfotografie am Wilseder Berg. – Und zum Thema „People- und Portraitfotografie lernen“ habe ich eine Reihe von sehr interessanten und spannenden Workshops. Mitmachen, wachsen, das nächste Level erklimmen!

Lange Rede, kurzer und bekannter Sinn: stürzt euch rein, macht was, trainiert fleißig, fotografiert mehr. Viel hilft viel. Ihr werdet besser „fotografisch sehen“ lernen, Situationen schneller einschätzen können, viel mehr Spaß haben … und immer bessere Fotos bekommen!